HESSEN
FARIDEH DIEHL
Das Meer und der Himmel repräsentieren für mich in ihrer schieren Unendlichkeit die Illusion von Begrenzungen, der Horizont ist eine optische Täuschung unserer eingeschränkten Sinne und lädt ein, den Blick nach innen zu wenden.
Der Blick findet Ruhe im Betrachten der Weite und der Endlichkeit, zugleich verheißt das Nicht-Wissen um den Ort hinter dem Horizont Abenteuer und Erkenntnis.
Die Berge rahmen das Sehnen ein und geben ihm Halt und fokussieren auf die Öffnung der Weite. Zugleich war es mein Anliegen, dass der Bildaufbau/die Bildkomposition in Korrespondenz zu dem Vorlagemotiv von Nicole Keller steht.
Die Unendlichkeit der möglichen Dimensionen, welche das Wissen der Quantenphysik eröffnet, die Reise zu den inneren Horizonten und deren Überschreitung durch Erweiterung der Wahrnehmung.
Das Sichtbare und das Unsichtbare sind Realität und Illusion zugleich.
Das Leben ist eine Reise, welche uns an Horizonte führt, um diese zu überschreiten.

